15.07. (Rodellar)
Rodellar stand heute auf dem Programm. Gleich am Ortseingang konnten Torsten und ich uns durchringen, ein paar Postkarten für
die Daheimgebliebenen zu erwerben.
Allerdings stellte der Verkäufer nach einer Weile fest, dass sein Briefmarkenvorrat wohl nicht für alle Postkarten reichen
würde. So mussten wir diese Aktion auf unbestimmte Zeit verschieben.
Im Ortskern standen wieder Infotafeln über mögliche Flusswanderungen und diesmal suchten wir uns wieder die Interessanteste aus.
Mehrere Wege führten uns sogleich ins Tal, wobei wir nicht feststellen konnten, ob dies alles Wege waren oder nur unbewachsener Grund.
Nach zahlreichem ZickZack betraten wir den Fluss und machten uns auf den Weg.
Nach nun fast langweilig gewordenen flachen Flussbettmetern wurde es langsam interessant. Immer grössere Felsbrocken lagen im Weg und
der Fluss suchte sich unbeirrt seinen Weg durch diese wahllos zusammengewürfelte Landschaft. Für uns wurde es spannend, begehbare oder
bekletterbare Wege zu finden. Neben zahlreichen Sackgassen wurden wir mit Kletterübungen herausgefordert:
Diese Wanderung schien an einem unüberwindbaren kleinen Wasserfall zu enden. Doch an einem Baum konnte man sich herunterhangeln
und auf einem grossen Felsbrocken herunterrutschen. Nach einem kühlen Bad im Fluss konnte ich den Rest der Truppe überzeugen, den Weg
zu wagen. Inzwischen war ein älteres Ehepaar, ein junges Paar und eine Mutter mit ihrer Tochter im Teenie-Alter unbeirrt an uns vorbei
gezogen. Das konnten wir doch nicht auf uns sitzen lassen.
Doch endete auch dieser Pfad an einer zu tiefen Stelle, an der man nur noch schwimmend weiter kam. Hier trafen wir wieder alle,
die uns so eifrig überholt hatten. So traten wir den Rückzug an.
Wieder auf dem Campingplatz bepinselten wir fleissig unsere Postkarten.
Am Abend fanden Jens und Torsten die Zeit und Lust, dem Joggen zu fröhnen. Nachdem sie sich von einigen Hunden anmachen hatten lassen,
war auch dieses Thema für den Rest der Reise gegessen und der Abend konnte mit einem Nudelgericht ausklingen.
In der Nacht fing es noch kurz an zu regnen. So dass Claudia und Torsten sich gezwungen sahen, das Überzelt aufzuziehen.
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