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Pyrenäen 2003 - Tag 05


12.07. (Sangüesa - Huesca - Alquezar)

Der Morgen war ideal zum Weiterreisen:
Jens hatte eine kurze Nacht, da seine Luma zu faul war, die Luft fest umschlossen zu halten. So gegen 5.00 Uhr berührte er den harten Boden und die Nacht war gegessen.
Scharen von Ameisen vergnügten sich über unsere Schokoladenresten und verlegten ihre Ameisenstrasse quer über unseren Campingtisch.
Unsere lieben belgischen Nachbarn gaben ihrem Zweitwagen Starthilfe und versüssten unser Frühstück mit dem unverwechselbaren Duft von Autoabgasen - wie vermissen wir die Heimat.

Dafür entlohnte uns die wunderschöne Landschaft:

     

Heute fand doch die Loveparade in Berlin statt, so durften sich wenigstens die "Love Rules" im CD-Wechsler drehen.
Unterwegs tankten wir an einer Tankstelle, die einsam an der Strasse lag. Der Tankwart kam uns gleich entgegengerannt und schrie "completo, completo". Ich konnte nur nicken und er betankte unsere Autos. Bezahlen wollte ich mit Kreditkarte und diese akzeptierte er auch. Doch während der Datenübertragung blieb das Uraltding wohl hängen. Er zog sofort beide Stecker und steckte sie wieder. Nach dem Hochfahren wollte er noch mal meine Kreditkarte haben und erzählte mir die ganze Zeit etwas auf Spanisch. Eigentlich müsste er bemerkt haben, dass ich kein Spanisch sprach, aber er versuchte mir wohl klar zu machen, dass ich noch warten solle. Dann zeigte er mir auf seinem kleinen leicht verdreckten 4-zeiligen numerischen Display die letzten vier Kreditkarten-Abbuchungen. Immerhin führte ich nach Punkten (zumindest summenmässig) und ich verstand - er wolle mich nur nicht betrügen - hey, wir sind in Spanien, in Deutschland vielleicht ...
Danach ging es nach Huesca, wo wir einen Supermarkt besuchten. Im Eingangsbereich gab es kleine Terrarien mit nur geringfügig kleineren Hunden, die dort mit etwas Toilettenpapier vor sich hinvegetieren durften und für 28,- EUR zum Kauf angeboten wurden.
Zusätzlich war das gekaufte Langnese Magnum Eis bereits fast vollständig aufgetaut.
Anschliessend suchten wir das Tourismusbüro, um ins eine Wegbeschreibung zum empfohlenen Campingplatz Alquezar geben zu lassen (Danke an Sascha für den Tip). Nach mehrmaligen blinden Vorbeifahren und langer Fahrt entgegen einer Einbahnstrasse fanden wir doch das Büro. Mit neuen Kartenmaterial ausgestattet konnten wir uns auf den Weg nach Alquezar machen. Der Campingplatz machte einen wirklich guten Eindruck und so liessen wir uns nieder:

Am Abend wurde gegrillt und die Freiluftduschen ausprobiert. So gegen Mitternacht unternahmen wir noch einen kurzen Spaziergang, der uns direkt zu einem kleinen Laden vor dem Campingplatz führte. Da war die Hölle los, hier gab es "Neoprenos" zum Ausleihen. Was die Leute wohl um Mitternacht mit Neoprenos wollen, mir war selbst im T-Shirt noch recht warm.

 

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2010-08-01