08.07. (Berlin - Aachen - Paris)
Am 08.07.03 konnte so gegen 11.00 Uhr in Berlin-Tempelhof die Reise beginnen.
Frisch aufgetankt und gut beladen setzten wir uns in Bewegung.
Die Stadt war schnell über die Stadtautobahn verlassen und ein Bundesland folgte dem anderen.
Doch am Kreuz Aachen versperrte die nette Polizei unsere Abfahrt und wir sahen uns gezwungen die Landstrasse zu nehmen.
Diese führte uns natürlich zur besten Berufsverkehrszeit mitten durch Aachen. Plötzlich verloren wir die Bundesstrasse
und fanden uns mitten im Stadtzentrum wieder. Hier gab es nur eins, und das war Stau, so weit das Auge blickte.
Seit dem hat Aachen bei mir versch*****, muss ich nicht haben.
Endlich waren wir in Belgien und die Autos wurden weniger. Dann folgte mein erster Tankstop in Frankreich, doch mit
Hilfe der Kreditkarte war alles kein Problem.
Auf dem ersten Rastplatz entschlossen wir uns so gegen 20.00 Uhr, heute noch Paris zu durchfahren, damit wir dem Dauerstau entgehen
können. Gesagt, getan. Doch mitten in Paris verloren wir uns aus den Augen und wenig später unsere N20, die uns zum Zeltplatz bringen
sollte. Nach interessanter Fahrt kreuz und quer durch einen Pariser Vorort - "immer: hier waren wir doch schon ebend oder?" -
(unserer Karte zeigte lediglich einen 4 cm grossen Punkt von Paris) fanden wir die N20 wieder.
Doch nun fehlte nur noch die Abfahrt. Nachdem wir glaubten sie verpasst zu haben, stoppte ich kurz am Strassenrand, ca 20m hinter
einem zivilen PKW. Sofort stieg ein uniformierter Gendarmerie-Beamter aus und kam auf uns zu. Ich mit der Karte raus und ihm dann
mit Händen und Füssen klar gemacht, dass ich nicht weiss wo wir sind. Nachdem er halbwegs verstanden hatte, wo wir eigentlich hin
wollten. Erklärte er uns, dass wir die nächste Abfahrt nach "Mouchamp" nehmen sollten. Gesagt, getan. (Die Gendarmerie hatte
an dieser Stelle übrigens eine Radarkontrolle durchgeführt - Glück No. 1)
In diesem kleinem Dorf enstand dieses Foto:

Da es schon dunkel wurde, mussten wir an jeder Kreuzung halten und die Schilder genau lesen. Doch unser Zielort war nie ausgeschildert.
An einer Kreuzung schoss plötzlich ein mit Blaulicht fahrender Krankenwagen an uns vorbei und hätte, wenn wir nicht schildertechnisch halten
müssten, uns mit Sicherheit gerammt. Nach einer sehr schnell gefahrenen Ortsausfahrt (ca. 60km/h) hob plötzlich unter lautem Knall
der Wagen ab. Die Franzosen hatten doch tatsächlich einen dieser blöden autozerstörenden Hügel auf die Strasse gepflastert. Na gut, da
muss man durch, wir hatten es eilig und so ging die Fahrt ohne Stop weiter. So gegen 22.30 Uhr erreichten wir nach zahlreichen Irrfahrten
durch abgelegenste Dörfer den Zeltplatz, der natürlich schon geschlossen hatte. Jens und Torsten warteten bereits seit einer Stunde auf uns,
und mussten die Schließung mit eigenem Auge beobachten.
So waren wir gezwungen, die Nacht unter freiem Himmel zu verbringen. Hätten wir das mal gleich bei Mouchamp gemacht, dort gab es
reichlich Möglichkeiten, so verlassen war die Gengend. Doch schliesslich fanden wir auch ein Haferfeld, in das ein Feldweg führte.
Nachdem ich kurz hinter der Einfahrt zweimal aufgesetzt hatte, war mir meine Ölwanne doch lieber. Ich erinnerte mich an die beschädigte
Ölwanne unserer heimischen Nachbarn, die ebenfalls in Frankreich nur schnell zum Strand wollten.
So betteten wir uns im Haferfeld direkt neben dem Auto. Geweckt wurde ich nur einmal in der Nacht, nämlich als ein undefiniertes Tier sich uns
durch das raschelnde Feld näherte. Nachdem ich mich kurz rührte, vollzog es auch gleich die Flucht und konnte unerkannt entkommen.
Torsten schläft!!!
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